European Union Election Observation Mission Jordan, 2016

13 französische Soldaten für Frieden und Stabilität in der Sahelzone gefallen

04/12/2019 - 07:30
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Am 2. Dezember, meinem zweiten Tag als Hoher Vertreter/Vizepräsident, habe ich in Paris an der Ehrung der 13 französischen Soldaten teilgenommen, die am 25. November bei einem Einsatz gegen Dschihadisten in Mali ihr Leben lassen mussten.

Bei dieser würdevollen und bewegenden Zeremonie haben wir der 13 Soldaten im besten Alter gedacht, die im Rahmen der Militäroperation „Barkhane“ im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus gefallen sind.  

Dieser besonders schwere menschliche Verlust verdeutlicht schmerzhaft den Preis, den die in die gefährlichsten Krisengebiete entsandten Einsatzkräfte zahlen.

Ich möchte den gefallenen Soldaten an dieser Stelle noch einmal meine Hochachtung zollen und ihren Familien und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid und mein tiefempfundenes Mitgefühl aussprechen. Diese Männer verkörpern das mutige Eintreten Frankreichs und anderer europäischer Staaten in Mali und in der Sahelzone gegen eine vielschichtige terroristische Bedrohung und andere Sicherheitsrisiken.

Ohne einen dauerhaften Frieden in der Sahelzone wird es keine Stabilität in der Region und damit auch keine Stabilität für Afrika oder Europa geben.

Das französische Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Friedensbemühungen in der Region. Aus Gründen der Sicherheit setzt sich die Europäische Union nachdrücklich für eine Stabilisierung der Region ein. Derzeit haben wir zwei EU-Missionen in Mali, eine militärische (EUTM) und eine zivile (EUCAP Sahel Mali), die den malischen Streitkräften und Behörden aktiv zur Seite stehen. Hinzu kommt eine dritte Mission in Niger (EUCAP Sahel Niger) sowie eine in erster Linie finanzielle Unterstützung für die G5 der Sahelzone (Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad).

Wie wir allerdings wissen, kann eine Lösung für Stabilität und Sicherheit in der Region nur sicherheitspolitisch herbeigeführt werden. Angesichts dieser vielschichtigen Krise ist ein ganzheitlicher Ansatz gefragt, wozu die Schaffung besserer Lebensbedingungen, die Wiederherstellung der Staatsgewalt und eine Ausweitung der öffentlichen Dienstleistungen, auch im Justizwesen, gehören.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten nehmen ihre Aufgabe in diesem Zusammenhang sehr ernst. Seit 2014 hat die EU die Länder der Region mit insgesamt 3,8 Mrd. EUR unterstützt. Rechnet man die Entwicklungshilfe der Mitgliedstaaten hinzu, beläuft sich die Unterstützung auf 8 Mrd. EUR.

Die jüngsten Ereignisse haben uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass der Terrorismus nicht an den Grenzen haltmacht. Deshalb müssen auch wir über die Grenzen hinaus denken und handeln. Heute ehren wir das Andenken der französischen Soldaten. Heute sind wir gemeinsam aufgerufen, uns entschlossen und unermüdlich gegen jede Bedrohung der Sicherheit und der Stabilität zur Wehr zu setzen. Gleichermaßen müssen wir gemeinsam bessere Lebensbedingungen für die Menschen in der Region schaffen.

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