European Union External Action

 

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Die Schweiz und die Europäische Union (EU) teilen miteinander Geschichte, Sprachen, Kultur und politische Werte. Auf internationaler Ebene verfolgen sie oftmals gemeinsame Ziele, so z.B. in den Bereichen:

  • Klimawandel,
  • Förderung der Menschenrechte und
  • Bekämpfung von Armut.

Die Schweiz beteiligt sich auch an mehreren EU-Missionen und -Operationen im Bereich des zivilen Krisenmanagements.

Auf der Grundlage bilateraler Abkommen unterhält die EU zur Schweiz engere Beziehungen als zu jedem anderen Land ausserhalb des europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Die Schweiz nimmt an mehreren Politikbereichen der EU teil, unter anderem:

  • dem EU-Binnenmarkt,
  • dem Schengen-Raum  zum Abbau der Personenkontrollen an den Binnengrenzen,
  • dem Dublin-System zur Bestimmung der Zuständigkeit bei Asylanträgen sowie
  • den Forschungs- und Mobilitätsprogrammen der EU.

Auf dem Weg zu einer erweiterten Partnerschaft

2014 haben die EU und die Schweiz Verhandlungen über ein gemeinsames institutionelles Rahmenabkommen aufgenommen. Übergreifende «Hausregeln» sollen die einheitliche Anwendung des Binnenmarktrechts in der EU und in der Schweiz gewährleisten. Ein solcher institutioneller Rahmen würde es erlauben, die Partnerschaft zu festigen und weiter zu vertiefen.

Die Schweiz und die EU sind zentrale Wirtschaftspartner:

  • Der gegenseitige Warenaustausch hat ein Volumen von rund einer Milliarde Euro pro Arbeitstag.
  • Die Schweiz war 2015 der drittgrösste Handelspartner der EU, nach den USA und China.
  • Die EU ist mit Abstand der wichtigste Handelspartner der Schweiz. 
  • 55 % der Schweizer Warenexporte gehen in die EU, und 75 % der Importe kommen aus der EU
  • Umgekehrt gehen 8 % der EU-Exporte in die Schweiz, und 6 % der EU-Importe kommen aus der Schweiz.

Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Schweiz sind im Freihandelsabkommen von 1972 sowie in den Abkommen der Bilateralen I von 1999 geregelt. Diese Verträge geben der Schweiz einen direkten Zugang zu wichtigen Sektoren des EU-Binnenmarkts, darunter:

Die Teilnahme der Schweiz an weiteren Sektoren des EU-Binnenmarkts wie etwa Elektrizität oder Dienstleistungen ist vom Abschluss eines institutionellen Rahmenabkommens abhängig.

Nützliche Links für Unternehmen, die in der EU oder in der Schweiz gechäftlich tätig sein wollen:

 

Als Teil der Bilateralen I haben die Schweiz und die EU ein Abkommen über die Personenfreizügigkeit abgeschlossen. Dieses gewährt Bürgerinnen und Bürgern beider Parteien das Recht, in der EU oder in der Schweiz zu leben und zu arbeiten, sofern sie einen Arbeitsplatz oder eine andere Einkommensquelle haben.

Rund 1,3 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger in der Schweiz und rund 450 000 Schweizerinnen und Schweizer in der EU profitieren von diesem Recht. Weitere 300 000 EU-Bürgerinnen und ‑Bürger überqueren täglich die Grenze, um in der Schweiz zu arbeiten. Das Personenfreizügigkeits­­abkommen ist ein Grundstein der bilateralen Beziehungen. Es ist untrennbar mit den anderen Verträgen der Bilateralen I verbunden, die der Schweiz den ungehinderten Zugang zum europäischen Binnenmarkt gewähren.

Die Schweiz war ausserdem mit den Studenten- und Jugendaustauschprogrammen der EU assoziiert. Seit 2014 nimmt sie als Drittland am Austauschprogramm Erasmus+  teil.

Seit einigen Jahren kooperieren die EU und die Schweiz im Steuerbereich. Sie setzen sich beide  für internationale Standards bei der Steuertransparenz und für einen fairen Steuerwettbewerb ein.

Im Mai 2015 unterzeichneten die EU und die Schweiz ein Abkommen über den automatischen Informationsaustausch, das die Bekämpfung von Steuerhinterziehung bedeutend erleichtern wird. Das Abkommen soll 2017 in Kraft treten.

Die Schweiz und die EU blicken auf eine lange und erfolgreiche Tradition der Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Innovation zurück. Die Schweiz war ein assoziiertes Mitglied des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Derzeit ist sie

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