Delegation of the European Union to China

Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung: Gemeinsame Erklärung des Hohen Vertreters/Vizepräsidenten Josep Borrell und des Kommissionsmitglieds Mariya Gabriel

Brussels, 20/05/2020 - 12:17, UNIQUE ID: 200520_5
Joint Statements

Am Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung zelebrieren wir die Vielfalt der Kulturen in der Europäischen Union und betonen ihre wesentliche Rolle für die Förderung des Dialogs zwischen den Menschen auf der ganzen Welt und ihrer gegenseitigen Achtung. Europa ist ein Mosaik der Vielfalt, das von einem jahrhundertelangen Austausch zwischen Ländern, Sprachen und Kulturen geprägt wurde.

Die EU setzt sich in der ganzen Welt für die Erhaltung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und Traditionen ein. Die Kultur- und Kreativbranche sind der Motor des kulturellen Lebens. Während die Coronavirus‑Pandemie dem kulturellen und kreativen Sektor einen harten Schlag zugefügt hat, bekräftigt die Europäische Union die Bedeutung einer lebendigen Kulturbranche für die Gesellschaften. In diesem Zusammenhang haben Initiativen der EU wie die Initiative Kulturhauptstadt Europas, Erasmus+ und Kreatives Europa wieder an Bedeutung gewonnen.

Die EU engagiert sich intensiv für internationale Kulturbeziehungen mit Programmen zur Unterstützung des kulturellen Sektors ihrer Partnerländer. Sie fördert zudem die kulturelle Zusammenarbeit, da sie in hohem Maße zum interkulturellen Dialog, zur Konfliktverhütung, Aussöhnung und Resilienz beiträgt, womit sie sich als Schutzschild gegen Intoleranz und gewaltsamen Extremismus erweist.

Mit dem Pilotprojekt „Europäische Kulturhäuser“ erprobt die EU innovative Modelle und Verfahren bei der Zusammenarbeit mit Partnerländern, um einen Raum – sei er physisch oder digital, dauerhaft oder vorübergehend – für kulturellen Austausch, Co-Creation und direkte persönliche Kontakte zu schaffen.

Das kulturelle Erbe ist eine der reichsten Ausdrucksformen der kulturellen Vielfalt. Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um ein gemeinsames Gut handelt, das weder erneuerbar noch ersetzbar ist und häufig von Umweltproblemen, Konflikten, Verwahrlosung und Verfall bedroht wird. Als Teil des Übereinkommens der UNESCO von 2005 zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (externer Link) wird die EU sich weiterhin für den Schutz von Kulturerbestätten einsetzen und den illegalen Handel mit Kulturgütern bekämpfen.

Die kulturelle Vielfalt fördert Innovationen und neue Denkweisen. Dank der kulturellen Vielfalt ist es Europa über Jahrhunderte hinweg gelungen, sich an eine sich wandelnde Welt anzupassen. Die EU und ihre Mitgliedstaaten verpflichten sich zur Unterstützung und zum Schutz der Vielfalt der Kulturen, indem sie Möglichkeiten für den kulturellen Austausch, die kulturelle Zusammenarbeit und das kulturelle Schaffen bereitstellen. Die Kultur steht im Mittelpunkt des Fortschritts – sie kann nach der derzeitigen Krise eine wichtige Schlüsselrolle spielen.

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